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Patrick

         
 


17 Jun 2008, 2:33 pm / Other

Open Air Greenfield 13. – 15.06.2008

Vorab erst mal: das Open Air Greenfield war mein erstes mehrtätiges Open Air und ich könnte jetzt noch mit offenem Mund in einer Ecke stehen und staunen.
Was es an einem solch riesigen Open Air alles zu sehen (und „riechen"*lach*) gibt ist einfach gewaltig; Vom Parkplatz her marschiert man erst einmal ein paar Minuten durch tausende Zelte , markiert mit Fahnen damit man sein eigenes in der Dunkelheit der Nacht nach ein oder zwei Bierchen ohne Probleme wieder findet.
Verschiedene Bars wie zum Beispiel die Bacardi-Bar welche zur Abwechslung mit House lockte oder die Marlboro-Lounge zum chillen waren stets gut besucht. Da die Wahrscheinlichkeit von einem Scheinwerfer geblendet zu werden grösser war als von der Sonne, hatte es Markstände mit Sonnenbrillen, aber auch Schmuck, Piercings, Schuhen und vielen anderen Sachen zum stöbern. Entscheidungsfähig musste man auch sein wenns ums Essen ging; Schnitzelbrot, Schoggifrüchte, Hot-Dogs, Kebab, Crepes, Knoblibrot, Mah-Meh, Pizza, Frühlingsrollen, es hatte bestimmt für jeden etwas darunter - mir hat es jedenfalls geschmeckt.
Aber eigentlich geht man ja nicht des Essens wegen an eines der wichtigsten Festivals der Schweiz, sondern um Musik zu hören, zu campen und Menschen zu sehen und kennen zu lernen. Eröffnet wurde das Konzert am Freitag von „Heaven Shall Burn" Unter, „Reign of Silence", „Sick of it all", „The Donnas" und weiteren waren „Bullet for my Valentine" aus Wales einer der Höhepunkte an diesem Abend.
Die rockten auf der Hauptbühne was das Zeug hielt, hatten eine tolle Bühnenshow und rissen das Publikum mit. Ebenfalls ein grosser Publikumsmagnet an diesem Abend waren „In Extremo" mit ihrem Mittelalter-Rock welche brandneue Songs aus ihrem neuen Album präsentierten. Nach diesen Gruppen war das Publikum heiss auf die Punkband „The Offspring" welche leider anfangs nicht richtig begeistern konnten, was bestimmt auch mit der schlechten Akustik in Zusammenhang war. Nach den ersten Liedern besserte sich jedoch die Tonqualität und die Fans rockten und grölten „Pretty Fly" mit und störten sich nicht daran, dass die Gruppe ihren Auftritt kommentarlos zwanzig Minuten früher als geplant beendeten. Den Abschluss des Abends bildeten die Finnen „Apocalyptica" mit ihrem einzigartigen Metal-Rock.
Nachdem am Samstag alle mehr oder weniger ausgeschlafen waren oder noch immer am schlafen waren oder gerade eingeschlafen sind, starteten „Zox", „Slimboy", „From Frist To Last", und „Jaguar Love" in den Nachmittag. „Girls in Hawaii" (Wer sich jetzt knackige Bikini-Mädels in Baströcken vorstellt liegt leider falsch; die Band besteht aus sechs Männern aus Belgien) brachten frischen Indie-Pop auf die Bühne und gute Laune. Ebenfalls eine aufgestellte Band waren „Zebrahead" welche ein grosser Anziehungspunkt waren am Samstagnachmittag und das Publikum mit Sprüchen zum Lachen brachten.
Die Gewinner des Swiss Top Act 2006, „Redwood" hatten ihren Auftritt auf der Zeltbühne, was ein bisschen schade war, der Auftritt war souverän rockig und trotzdem melodiös – wäre auf der Hauptbühne sicherlich um einiges besser zur Geltung gekommen. Ausserdem fegten die deutschen „Donots" über die Bühne, „Slut" und „The Weakerthans". So richtig punkig und hart wurde es dann wieder mit den schwedischen Ska-Punkern „Millencolin" welche einen tollen Auftritt auf der Hauptbühne hinlegten wo nach „The Weakerthans" welche im Zelt auftraten, „Rise Against" wieder open air das Publikum in seinen Bann riss. Die Stimmung war super und man konnte die Vorfreude auf „Die Ärzte" richtig spüren, viele trugen „Ärzte"-T-Shirts und Pullover und am CeDe.de – Stand lief zum einstimmen schon mal ein Live-Konzert auf DVD.
Nachdem dann Claudio Sanchez der Gruppe „ Coheed & Cambria" seine Mähne zur Musik schüttelte und die Metal-Fans wieder auf ihre Kosten kamen startete der Hauptact des Abends, wenn nicht sogar des Wochenendes nachdem „Linkin Park" krankheitsbedingt absagen mussten; „Die beste Band der Welt, - die Ärzte"! Gutgelaunt, mit Witz und mehr oder weniger Charme gegenüber dem Schweizer Publikum starteten sie ihren zweistündigen Auftritt. Alte und neue Songs, durchmischt mit Unterstützung der Fans welche zeitweise als Wehrwölfe oder „irgendetwas unheimlichem" mithelfen sollten, brachten Punk-Rock-Pop ans Greenfield und hielten den Regen fern. Die Headliner schafften es ohne grosse Mühe das Publikum mitzureissen und brachten super Stimmung auf den Platz welcher gestossen voll war. Abgeschlossen wurde der Samstag durch die aus Manchester stammende Band „Oceansize".
Nach einer kurzen Nacht starteten am Sonntagmittag unter anderem „Schwellheim", „Die Mannequin", „Kilians" und „Blackmail" in einen, vom Wetter her trüben, letzten Tag des Festivals. Der krankheitsbedingte Ausfall des Haupacts „Linkin Park" wurde kurzfristig durch die amerikanische Punk-Band „Bad Religion" ersetzt was einige Fans nicht daran hinderte ihre Zelte früher abzubrechen.
Alles in Allem war das Festival mit einem neuen Besucherrekord von 26'000 begeisterten Rockern und Punkern ein sehr gelungener Anlass. Es gab keine wilden Streitereien und auch sonst war ich persönlich erstaunt (und erfreut) darüber dass das ganze Volk wirklich äusserst friedlich war. Zu bemängeln ist vielleicht dass man fast nirgends auf dem Platz einen Abfalleimer finden konnte um Servietten, Zigarettenschachteln etc weg zu schmeissen. Auf Becher und Geschirr waren SFr. 2.- Depot was eine wirklich sinnvolle Sache war, man sah nämlich keinen einzigen Becher oder Teller am Boden herumliegen - das ganze Mehrweg-Geschirr wurde an die Rückgabestellen gebracht und der Zwei-Fränkler wieder abgeholt. Ebenfalls schade waren die etwas mehr oder weniger kleinen Starallüren der Bands „The Offspring" und „Die Ärzte" welche ihre eigenen Presseleute hatten und von unseren Fotografen nicht abgelichtet werden durften.

Meine Kommentare

17 Jun 2008, 6:24 pm
YEAH! Viu meh giz da eigentlech garnüm z'säge.. Nur schad het "Funeral For A Friend" abgseit. Aber aus Ersatz isch "Heaven Shall Burn" sensazionell gsi! Das Festival het wie o ide vergangne Jahr gloub so mängs Rockerhärz la höcher schlah.
Isch super gsi und si hei us dr Vergangeheit sogar chli öppis glehrt und paar Sache si dütlech besser gsi aus ouscho. Fröie mi scho ufs '09!






                           
         

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